Double Handed Challenge 2016

Wir freuten uns schon lange auf dieses WE mit der 2-Hand-X-79-Regatta von Schleimünde nach Høruphav. Schon den Hinweg können Ute und ich bei karibischen Bedingungen genießen: 25° Lufttemperatur, Sonne pur und eine anfangs frische, dann allerdings abnehmende Brise! Nach dem Anlegen in Schleimünde treffen wir trotz fortgeschrittener Zeit noch einige Kollegen und schnacken noch länger mit Hauke auf der Brücke. Er erzählt uns, dass sie mit 3 79er-Familien aus Kiel hier sind, nicht um die Regatta zu segeln, sondern um ein nettes WE hier zusammen zu verbringen. Das Ziel wählten sie, um unser Treffen hier mit zu erleben! Später bestaunen wir beim Schnack von Schiff zu Schiff bei einem Gläschen Wein mit Janine, unserer Präsidentin, und Frank einen atemberaubenden Sonnenuntergang!

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, wir haben schließlich was vor! Um 9 Uhr gehen wir zur Steuermannsbesprechung an Land. Es folgt die kurze Besprechung: Janine erklärt den Torstart, der noch nie so richtig funktioniert hat. Die Bahn ist die übliche: vom Start an der Ansteuerungstonne Schleimünde zur Nordtonne am Mittelgrund, dann zur Osttonne am Breitgrund und dann zum Ziel, der kleinen grünen Tonne an der Ecke zur Einfahrt zum Hørup Hav, dort sollte entgegen früheren Gepflogenheiten an der Tonne das Ziel sein, nicht zwischen Tonne und Hafeneinfahrt, denn diese Linie hatte sich in der Vergangenheit als zu lang, sehr schief und nicht so eindeutig gezeigt. Das Wetter ist sehr vielversprechend: wieder Sonne pur, wohl bis 30° und Sonnencreme-Pflicht! Dann legten acht X-79er im engen Hafen von Schleimünde gleichzeitig ab – ein schöner Anblick!!

 

Pünktlich um 10 fährt Janine als Pfadfinder einen perfekten Torstart von der Ansteuerungstonne auf Backbord Bug landeinwärts, die Klassenflagge im Heck geht runter und die Wettfahrt beginnt. Der Start klappt mal wieder nur mäßig: die meisten fahren hinter ihr her und können somit nur verspätet starten. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, diesmal – im Gegensatz zu den Vorjahren - alles richtig zu machen. Wir segeln kurz vor ihr den Pfadfinderkurs, kehrten dann über eine Halse um und gehen dann auf Steuerbord Bug hinter dem Heck der Baltic V als erste ins Rennen!

 

Wir kreuzen gen Norden ganz auf der Landseite, weil ich dort weniger Gegenstrom vermute. Das zahlt sich aus, wir unter Land liegen bald vorn! Wir haben viel Spaß auf der Kreuz mit Frank auf der Kathena X, die inzwischen vor uns ist, wohl weil er konsequenter unter Land schlägt und Leif mit seiner Flux, die kurz hinter uns ebenfalls die Küste bis Falshöft in kleinen Schlägen hoch kreuzt. Als wir beschließen, die Küste zu verlassen, weil wir ja auf die Dauer zur Breitgrund Tonne raus müssen, macht Frank noch mal einen Schlag nach Westen und nimmt uns damit richtig was ab. Wir wollen uns schon ärgern, aber da bleibt der Wind weg und wir alle bleiben liegen und dümpeln ein wenig vor uns hin. Dann kommt neuer Wind, aber aus NO! Den kriegt Frank viel später als wir, so dass er nun weit hinter uns liegt …. Noch etwas weiter draußen bekommen Max und Levke mit der Ferrun als erstes die neue Brise. Sie ziehen, nun auf Backbord-Bug vorbei, wir bleiben an der zweiten Position, haben aber den ersten gewechselt ;) ! Der Wind dreht weiter nach Ost, so dass wir noch vor der Tonne den Spi setzen können und bleibt dann zunächst stabil. An der Tonne schiften wir. Das Feld zeigt sich jetzt mit Spi besser, als zwischen den anderen Seglern an der Kreuz und ist recht weit auseinander gezogen. An der Osttonne des Breitgrundes schiften wir erneut und steuern ins Hørup Hav. Drinnen sehen wir einige Segler auf spiegelblankem Wasser liegen und laufen noch mit gutem Schwunge Levke und Max auf. Dann aber bleiben auch wir liegen und von hinten kommt die Flux auf … Wir bekommen aber früher den neuen Wind, der nun viel spitzer ist, so dass wir schnell den Spi wegnehmen und die Genua wieder setzen. Levke und Max gehen deutlich als erste ins Ziel, wir dann nach einigen Minuten als 2. Dann tun wir es den beiden nach und springen abwechselnd ins Wasser, der ganze Tag in der herrlichen Sonne hatte uns ordentlich aufgewärmt, die Erfrischung war herrlich! Dann beobachten wir den Zieleinlauf der andern, die relativ dicht beieinander sind, ein schönes Bild! Die Flux geht als drittes ins Ziel, muss aber wegen der Yardstick-Berechnung (Seereling, Kinder) in der Wertung noch andere vorbei lassen!

 

 

Im Hafen hat der nette Hafenmeister wieder die Brücke vorne rechts frei gehalten, wir legen uns in 3 Päckchen, sehen aber, dass eine X-79 schon vor uns da war: Tjerk mit seiner Elixier hatte am Vorabend versucht noch nach Schleimünde zu kommen, war aber in der Flaute in Langballig hängen geblieben, nun wollen sie jedenfalls mit uns den Abend verbringen!

Nach ein wenig chillen und Schiffe aufräumen hat der Hafenmeister inzwischen die Grills vorbereitet. Wir essen diesmal an einer neuen langen Tafel direkt an der Brücke, immer noch in herrlicher Sonne. Nach dem Essen verteilt Janine die Preise, diesmal gibt es unter anderem Becher mit Logo für jeden und danach haben wir noch einen netten Schnack, bei dem unter Anderem manche Tipps ausgetauscht wurden zwischen den neuen 79ern und den „alten Hasen“.

 

Die DHC war mal wieder eine rundherum gelungene Veranstaltung: die Mischung aus dem gemeinschaftlichen, fröhlichen Miteinander und dem nicht zu ernsthaften, aber doch ehrgeizigen Regattasegeln macht einfach Spaß - ein herzliches Dankeschön an Janine!

 

 

 

Sven und Ute Outzen - GER 234 - FrechdaX

 

 

 

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8. - 10. September 2017

 

Flensburg